Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Neuigkeiten in Sachen VeriPay/Creditexwww.ver-brauchersschutz.deEuro Collect GmbH.


Haben Sie Schwierigkeiten, sich deutsch zu verständigen?Hier erhalten Sie Rechtsberatung in polnischer (po polsku) oder englischer (in English) Sprache.


Kündigungsschutzklage nötig? Hier sind nützliche Hinweise.


Sind Sie Opfer einer Abmahnung geworden? Zahlen Sie nicht nur aus Angst. Nützliche Tipps finden Sie hier.


Ihr Mietverhältnis wurde gekündigt und Sie befürchten, auf der Straße zu stehen? Ich kann Ihnen helfen. Nützliche Tipps erhalten Sie hier.


Haben sie einen Vorladung zur Vernehmung bei der Polizei oder eine Anhörung erhalten? Hier finden Sie eine Kurzempfehlung für die weiteren Schritte wie Akteneinsicht, die Sie unternehmen sollten.

Wenn Ihr Anliegen ganz dringend ist, füllen Sie gleich das Formular für Onlinerechtsberatung aus oder rufen Sie an:

 Creditex/VeriPay B. V. / Culpa Inkasso GmbH / Euro Collect Inkasso

1. Ausgangsfall

In letzter Zeit ist eine Vielzahl von Verbrauchern auf das Angebot der Betreiber einer Kreditvermittlungsplattform aufmerksam geworden, die sich unter der Internetadresse "www.creditex.de" findet. Die Betreiber werben mit Krediten bis zu Beträgen in Höhe von 50.000,00 Euro und mehr als 30 europäischen Banken als Investoren, ohne dass diese oder die Betreiber der Plattform selbst eine Schufa-Auskunft über den Kreditinteressenten einholen. Auf diese Weise werden insbesondere Kreditsuchende, die sich in finanziell schwierigen Situationen befinden und möglicherweise bereits verschuldet sind, dazu verleitet, vermeintlich ohne große Hindernisse Anfragen nach Krediten zu tätigen oder sogar Kredite in Anspruch zu nehmen. Folgende Ausführungen basieren auf den Angaben mehrerer Mandanten, die ich gegenüber VeriPay/Creditex vertrete. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob diese zutreffen, aber da sich die gleichen Angaben der Mandanten vermehrt wiederholen, halte ich sie für wahrscheinlich.

Teilweise geblendet von der verlockenden Möglichkeit, ohne Probleme Kredite zu erhalten, werden die Kreditsuchenden unmittelbar nach der vermeintlich kostenlosen Anmeldung auf dieser Plattform mit Rechnungen konfrontiert, die eine so genannte "Insertionsgebühr" beinhalten. Erstmals in dieser Rechnung begegnet der Verbraucher dieser Insertionsgebühr. Bei Anmeldung auf der Plattform oder beim Tätigen der Anfrage wird nicht ausreichend deutlich auf eine Kostenpflicht hingewiesen, so dass der Verbraucher bis zum Eintreffen der Rechnung nichts ahnend ist.

Wenn die Rechnung durch die Verbraucher nicht gezahlt wird, wird er zunächst eindringlich an die Begleichung erinnert. In der Folge erhalten Verbraucher nach deren Angaben Anrufe von vermeintlichen Investoren, die zu raten, die Rechnungen zu begleichen, da ansonsten keine Finanzierung der angefragten Kredite zustande kommen kann. Sollte der Verbraucher hierauf nicht reagieren, wird grundsätzlich das Inkassounternehmen "Culpa Inkasso GmbH" mit der Eintreibung der Forderung beauftragt. Die Forderungen werden wohl abgetreten. 

Nach eigener Recherche fand ich heraus, dass diese Kostenpflicht anfangs lediglich im Kleingedruckten der allgemeinen Geschäftsbedingungen zu finden war und nicht, wie es sich für wesentliche Vertragsbestandteile gehört, direkt bei Tätigen der Anfrage. Ich sage bewusst "anfangs", da die Betreiber der Plattform mittlerweile auf meine Aufforderungsschreiben im Interesse mehrerer Mandanten auf die erheblichen rechtliche Zweifel an deren Geschäftsmodell reagieren und die Plattform umgestalten. Mittlerweile kann sich ein Verbraucher zwischen drei verschiedenen Angeboten entscheiden, bei denen auf die Kostenpflicht hingewiesen wird. Meine Tätigkeit hat folglich schon Wirkung gezeigt. 

Außerdem ist anzumerken, dass das Unternehmen VeriPay, das die Kreditvermittlungsplattform "Creditex" betreibt, sowohl eine deutsche als auch eine niederländische Geschäftsanschrift auf ihrer Internetpräsenz angegeben hat. Meine Recherchen haben ergeben, dass die von Creditex genannte Anschrift in den Niederlanden und in Deutschland ein und dieselbe Adresse ist. Die Anschrift scheint nämlich in dem grenzüberschreitenden Gewerbegebiet Aachen-Heerlen zu liegen, in dem eine Art Gewerbecenter Namens „World Trade Center“ gelegen ist. Dort besteht sogar die Möglichkeit so genannte „virtuelle Büros“ anzumieten. Bei virtuellen Büros werden grundsätzlich repräsentative Anschriften angeboten, ohne dass dort tatsächlich Büroräumlichkeiten von den Kunden genutzt werden. An dieser Stelle soll sich jeder seine Meinung über dieses Unternehmen selbst bilden.

Mittlerweile hat VeriPay eine neue Kategorie im Rahmen seines Geschäftsmodells: Betroffenen, die die Insertionsgebühr trotz mehrmalige Aufforderungen, Mahnungen und Telefonanrufen nicht gezahlt haben, werden sogar so genannte Finanzsanierungsverträge angeboten. An dieser Stelle rate ich insbesondere vor dem Hintergrund der hier aufgeführten Umstände davon ab, diese Vertragsangebote anzunehmen.

Kürzlich habe ich im Namen eines Mandanten die erste Klage auf Rückzahlung der bereits gezahlten so genannten Insertionsgebühr bei einem Amtsgericht erhoben. Ich habe die Bestätigung über den Eingang der Klage erhalten. VeriPay wird jetzt aufgefordert, die Verteidigungsbereitschaft innerhalb von zwei Wochen anzuzeigen und so dann innerhalb von zwei weiteren Wochen auf die Klage zu erwidern. Das heißt, innerhalb der nächsten Wochen müsste theoretisch eine tatsächliche wie rechtliche Stellungnahme seitens der Verantwortlichen von VeriPay erfolgen, aus der man erstmalig ihre Sicht zum Geschäftsmodell dieser Kreditvermittlungsplattform wird kennenlernen dürfen. 

Vor einigen Tagen habe ich tatsächlich eine Mitteilung vom Amtsgericht in dieser Sache erhalten, in der mir eine Abschrift der Verteidigungsanzeige von VeriPay übermittelt wurde. VeriPay hat also vor, sich gegen die Klage auf Rückzahlung der Insertionsgebühr vor Gericht zu verteidigen und teilte mit, dass eine Klageerwiderung innerhalb weiterer zwei Wochen folgt. Ich bin gespannt.

Obwohl VeriPay eine Verteidigungsanzeige an das Amtsgericht tätigte und dieses VeriPay aufgefordert hat, innerhalb einer weiteren Frist von zwei Wochen auf die Klage zu erwidern, warte ich vergeblich auf einen Schriftsatz. Derzeit gehe ich davon aus, dass eine begründete Erwiderung auf die Klage seitens VeriPay nicht bei Gericht eingeht, sondern das Gericht nunmehr ein Urteil verfassen muss. Mittlerweile macht das Unternehmen einen mehr als unseriösen Eindruck. Anstatt auf die Klage zu erwidern, hat VeriPay nach monatelangem Ignorieren meiner Schreiben ein "Ticket" in seinem Supportsystem geöffnet, in dem auch üblicherweise die Kreditanfragen und Finanzsanierungsverträge mit Verbrauchern abgewickelt werden sollen. Das Unternehmen hofft wohl, die Klage ohne gerichtliche Beteiligung aus der Welt zu schaffen. In dem Supportsystem teilte VeriPay nur mit, dass angeblich unklar sei, um welches Anliegen es gehe und dass ich bitte auf das Ticket in dem Supportsystem antworten solle. Das Unternehmen hat noch nicht realisiert, dass wir gerade nach deutschem Recht verfahren. Jedenfalls bleibt abzuwarten, bis mir das Urteil zugestellt wird. 

Es gibt tatsächlich einen anderen Verlauf als erwartet. Das Gericht übermittelte mir heute eine Stellungnahme seitens VeriPay. Zur Sache äußert sich VeriPay aber gar nicht. Es wird zum einen behauptet, die Klage sei VeriPay nicht zugestellt worden. Da fragt sich, wie VeriPay dann eine Verteidigungsanzeige sowie eine Stellungnahme an das Gericht senden konnte, wenn die Klage dort gar nicht zugestellt wurde.

Weiterhin behauptet VeriPay, die Anschrift "Vogt 21, 52072 Aachen" sei die falsche Anschrift, die Klage hätte an die Anschrift "Vogt 21, 6433RK Heerlen zugestellt werden müssen. Da wären wir bei dem oben angesprochenen Problem, dass es sich geographisch wohl um ein und dieselbe Anschrift handelt, weil dieser Standort in einem grenzüberschreitenden Gebiet zwischen Deutschland und den Niederlanden liegt und mit dieser Anschrift ein und dasselbe Gebäude bzw. Büro bezeichnet wird. 

Desweiteren wird vorgetragen, die Klage sei nicht vollständig zugestellt worden, Anlagen hätten gefehlt. Dies ist eine reine Schutzbehauptung. Die Klage ist hier vollständig an das Gericht übermittelt worden. Die Zustellung durch eine vermeintliche Niederlegung sei in den Niederlanden nicht zulässig. Dabei verkennt das Unternehmen wohl, dass hier nach deutschem Recht verfahren wird, weil es deutsches Recht in ihren AGB selbst für anwendbar erklärt. 

Beanstandet wird auch, dass der als Geschäftsführer angegebene Marcel Fischer nicht vertretungsberechtigt ist und daher im Rubrum der Klage nicht erscheinen darf. Merkwürdig, dass genau dieser Herr mir nach Veröffentlichung einer Beratung über VeriPay/Creditex mit einer Unterlassungsklage gedroht hat und dabei mit "Marcel Fischer, Geschäftsführer" unterzeichnet hatte. Außerdem hat sich eben jener im Forum von "Verbraucherschutz.de" geäußert und ebenso mit rechtlichen Konsequenzen für "Verbraucherschutz.de" gedroht. 

Zuletzt wird bemängelt, dass die Klage keine niederländische Übersetzung enthalte. Gemäß § 184 GVG ist die Gerichtssprache deutsch. Es ist ein deutsches Gericht zuständig. Die Webseite "Creditex.de" richtet sich an Verbraucher in Deutschland. Sie enthält Texte ausschließlich in deutscher Sprache und gibt eine deutsche Geschäftsanschrift an. Der vermeintlich nicht vertretungsberechtigte Geschäftsführer Marcel Fischer hat mir in bestem Deutsch mit einer Unterlassungsklage gedroht. Da frage ich mich doch tatsächlich, was eine niederländische Übersetzung der Klage für einen Sinn macht. Nun werde ich erst einmal zu diesem Schriftsatz Stellung nehmen.

Die Sache hat eine unerwartete Wendung erhalten. Mein Mandant hat unvorhergesehen den bereits außergerichtlich und nunmehr gerichtlich eingeklagten Betrag in Höhe von 149,40 Euro über das Zahlungssystem Paypal erhalten. VeriPay kann offensichtlich nichts Nachvollziehbares zur Sache sagen. Eine vernünftige sachliche Stellungnahme habe ich bis zum heutigen Zeitpunkt nicht erhalten. Bislang wurde lediglich Formalitäten der Klage beanstandet. Eine Klageerwiderung mit rechtlichen Ausführungen konnte VeriPay nicht anbringen. Das einzige, was VeriPay vorgetragen hat, ist, dass die Rückzahlung an den Kläger angeblich wegen einer Fehlers wieder zurückgebucht worden sei. Das entspricht jedoch nicht der Wahrheit, mein Mandant verfügt immer noch über den zurückgezahlten Betrag. 

Am 10.02.2015 fand die vom Amtsgericht anberaumte mündliche Verhandlung gegen VeriPay/Creditex statt. Wie erwartet hat sich kein Verantwortlicher dieses höchst dubiosen Unternehmens, das weder über die auf der Internetpräsenz angegebene Telefonnummer erreichbar ist noch auf Emails oder Schreiben reagiert, blicken lassen. Aus diesem Grunde hat der Richter ein Urteil gegen VeriPay B.V., Vogt 21, 6422RK Heerlen, Niederlande, vertreten durch die Geschäftsführerin Platinum Group AG, 11A Boulevard Joseph II 1840 Luxemburg, Luxemburg, diese vertreten durch die Geschäftsführerin Tanja Völl, Talstraße 25, 52068 Aachen erlassen. Ein Einspruch ist bis heute nicht bei Gericht eingegangen, sodass das Urteil gegen VeriPay rechtskräftig geworden ist und nicht mehr mit Rechtsmitteln angegriffen bzw. aufgehoben werden kann.

Parallel habe ich ein zweite Klage gegen VeriPay erhoben. Mittlerweile hat das Gericht die Klage zustellen können, obwohl VeriPay ein Versteckspiel treibt und auf keinem Wege erreichbar sein möchte. Mittlerweile hat VeriPay in diesem Verfahren Anwälte eingeschaltet, die bereits mehrfach um Fristverlängerung für die Klageerwiderung gebeten haben, weil angeblich die Informationsbeschaffung von der Mandantin VeriPay bislang nicht möglich war. Sie sehen, selbst für die eigenen Anwälte ist VeriPay nicht erreichbar. Ich gehe davon aus, dass VeriPay wiederum Verzögerungstaktiken betreibt, am Ende jedoch mal wieder kneift und sich nicht ernsthaft und sachlich zur Sache äußert. Gerne würde ich das Geschäftsmodell mit VeriPay besprechen.

Die bislang von VeriPay eingeschaltete Culpa Inkasso GmbH scheint sich aufgrund der Gegenwehr mittlerweile aus der Forderungseintreibung zurückzuziehen. Das Inkasso war in den Sachen gegen VeriPay, die ich bearbeite, auch nie erfolgreich. Meinen Mandanten habe ich stets empfohlen nicht zu zahlen, was sie auch befolgten. Regelmäßig habe ich von der Culpa Inkasso GmbH auch Mitteilung erhalten, dass auf die Forderung der Insertionsgebühr und der Inkassokosten verzichtet wird und die Culpa Inkasso GmbH in dieser Sache nicht mehr tätig ist. 

Mittlerweile ist ein weiteres Inkassounternehmen Namens Euro Collect Inkasso in der Sache tätig. Es versucht, die Verbraucher auch über sein Ticketsystem zur Zahlung zu bewegen. Dieses hat scheinbar schnell erkannt, dass es gegen meine rechtlichen Ausführungen in diesen Rechtsangelegenheiten nichts Sachliches vortragen kann. Seitdem ich mich mit Euro Collect Inkasso auseinandersetze, erscheinen im Internet im Rahmen eines Themas auf "www.abzockeforum.de" interessanterweise Postings, die mich diskreditieren. Es entsteht der Eindruck, als stünden die Betreiber des "Abzockeforums" also nicht auf Seiten der Verbrauchern, sondern auf Seiten der Inkassounternehmen und der Kreditvermittlungsportale. Ich werde mit Personen und Unternehmen in Verbindung gebracht, mit denen ich nicht zusammenarbeite. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt. Ich freue mich aber, dass die drei Unternehmen VeriPay, Culpa Inkasso GmbH und Euro Collect Inkasso meinen Namen mit ihren Geschäften öffentlich in Zusammenhang bringen. Auf diese Weise werden desto mehr Verbraucher auf meine Ausführungen zu den Geschäftspraktiken stoßen.

2. Aktualisierung vom 07.11.2015

VeriPay und das Euro Collect Inkasso haben seit einiger Zeit einen Rechtsanwalt beauftragt, der die ihrer Ansicht nach negativen Äußerungen im Internet über die Unternehmen rechtlich prüfen und gegen diese vorgehen soll. So kam ein weiterer Mandant zu mir und hat eine Abmahnung sowie eine zu unterzeichnende Unterlassungserklärung erhalten, weil angeblich rufschädigende Äußerungen gegen ihn im Raum stehen, da er sich kritisch über die Unternehmen äußert und seine Meinung kundtut. Die Anzahl der Fälle und Personen, die sich gegen VeriPay und die beauftragten Inkassounternehmen wendet, wird immer größer. Ich kann nur dazu aufrufen, sich bei mir zu melden bzw. entsprechenden anwaltlichen Rat von anderer Seite einzuholen, um das Vorgehen der Unternehmen gegen die Verbraucher weiter zu bekämpfen. 

Währenddessen läuft das zweite Klageverfahren seit ca. mehr als einem Jahr. Das Gericht ordnete ein Verfahren nach billigem Ermessen an, so dass eine mündliche Verhandlung aufgrund des geringen Streitwertes nicht zwingend durchzuführen war. Am letzten Tag der Frist zur Stellungnahme hat VeriPay über ihren Rechtsanwalt erwartungsgemäß dem Verfahren ohne mündliche Verhandlung widersprochen, obwohl bereits ein Termin zur Verkündung der Entscheidung anberaumt war, um das Verfahren weiter zu verzögern und in die Länge zu ziehen. Nunmehr bleibt abzuwarten, wie die mündliche Verhandlung vor dem Amtsgericht in Wiesbaden ablaufen wird. Die mündlichen Verhandlungen sind grundsätzlich öffentlich, sodass ich jeden Verbraucher, der schlechte Erfahrungen mit VeriPay gemacht hat, gerne auffordere, an dieser mündlichen Verhandlung teilzunehmen, um das Thema VeriPay an die breite Öffentlichkeit zu bringen. 

3. Aktualisierung vom 29.01.2016

Eine mir unbekannte Person hat mir kürzlich eine Email übersandt und mich darauf hingewiesen, dass die Plattform "www.verbrauchersschutz.de" (man beachte die zwei "s") eine neue Plattform zu sein scheint, die eine Vielzahl von Unternehmen bewertet. Alle von ihr eingegebenen Unternehmensnamen seien gut bewertet worden. Lediglich meine eigene Domain "www.rechtsanwalt-pilarski.de" sei von jemandem sehr negativ bewertet worden. Die Diskreditierung meiner Person aufgrund meiner Tätigkeiten gegen VeriPay scheint wohl weiterzugehen. Ich habe nach dem Hinweis ein wenig recherchiert, und zwar Folgendes:

Direkt auffallend ist, dass der Inhaber der Domain "www.verbrauchersschutz.de", wer hätte es geahnt, die Firma VeriPay B.V. aus dem niederländischen Heerlen ist, die ebenso eine Geschäftsanschrift in Aachen hat, da es sich ja um das genannte grenzüberschreitende Gebiet handelt. Als Vertreter der Domaininhaberin  und VeriPay B.V. und als admin-c ist Herr Marcel Fischer genannt, der mir ja bereits mit einer Unterlassungsklage wegen eines zu Ungunsten von VeriPay verfassten Artikels gedroht hatte. Diese Bewertungsplattform wirbt mit "Verifizierten Bewertungen". Da fragt sich, von wem diese wohl verifiziert werden. Ebenso können Unternehmen dort Siegel erwerben. An diesen Siegeln werden natürlich Einkünfte generiert. Diese kosten 29,95 Euro monatlich. Man muss sich also einmal vor Augen führen, was hier passiert: Einerseits führt VeriPay eine Plattform namens "www.creditex.de", bei der eine Vielzahl von Verbrauchern ohne Auszahlung eines Darlehens bzw. Kredits zur Zahlung einer so genannten Insertionsgebühr mit Androhung von Inkassomaßnahmen und gerichtlichen Schritten aufgefordert werden. Andererseits hat genau diese Plattform, die in finanziellen Notlage befindlichen Verbrauchern versucht, die Insertionsgebühren zu Unrecht aus der Tasche zu ziehen, eine Bewertungsplattform und maßt sich an, andere Unternehmen auf ihre, wie es angedeutet ist, Verbraucherfreundlichkeit und Qualität zu überprüfen. Ich habe Unternehmensnamen von drei großen Unternehmen in das Suchfeld eingegeben, um zu recherchieren, was passiert. Wen wundert es. Bei allen drei Unternehmen haben ein "Herr P. Weber" und "Stefan2015", beide aus Berlin Ihre Bewertungen abgegeben, die stets die gleiche Formulierung enthielt. Ich denke, diese Ausführungen reichen aus, damit sich jeder sein eigenes Bild von der Seriosität dieser Plattform machen kann.

4. Aktualisierung vom 23.02.2016:

Am 21.02.2016 teilte mir eine an der vorliegenden Angelegenheit interessierte Person per Email etwas zunächst sehr Überraschendes mit: Sie schickte mir verschiedene Links zu Auktionen auf Online-Plattformen. Unter diesen Links stieß ich auf den Verkauf des Portals "www.creditex.de". Auf zwei Plattformen wurde die Auktion bereits zurückgezogen. Auf einer dritten Online-Verkaufsplattform habe ich sie heute noch vorgefunden. Dort steht ein Gebot für das Portal bei 1.500,00 Euro. Per Sofort-Kauf wird das Portal mit 50.000,00 Euro angeboten. Zuvor ist das Portal auf einer anderen Onlineauktionsplattform per Sofort-Kauf mit 150.000,00 Euro angeboten worden. In der Beschreibung wird damit geworben, dass ein Kundenportal mit über 150.000 Kunden, über 600 Investoren und über 60.000 offenen Forderungen im Gesamtwert von über 5.000.000,00 Euro, die an den neuen Inhaber abgetreten werden, verkauft wird. Da die jetzige Inhaberin VeriPay an Verbrauchern grundsätzlich die so genannte Insertionsgebühr verdienen möchte und die 600 Investoren mit den zu zahlenden Einmalgebühren für die Kontoeröffnung an der Zahl im Verhältnis zu den 60.000 Kunden einen geringen Anteil der Einnahmen darstellen dürften, läuft es darauf hinaus, dass die genannten, zu verkaufenden offenen Forderungen in Höhe von über 5.000.000,00 Euro sich aller Wahrscheinlichkeit nach hauptsächlich aus den von den Kunden - regelmäßig Verbraucher - zu zahlenden Insertionsgebühren zusammensetzen, die grundsätzlich wie oben ausgeführt meiner Ansicht nach grundsätzlich unberechtigt geltend gemacht werden. Im Ergebnis verhält es sich folglich so, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass der Käufer ein Kundenportal mit im Wesentlichen 5.000.000,00 Euro unberechtigten und uneinbringlichen Forderungen kauft. 

5. Aktualisierung vom 01.03.2016

Wegen der negativen und wahrheitswidrigen Bewertungen meiner Person auf der oben genannten Internetpräsenz "www.verbrauchersschutz.de" habe ich die Firma VeriPay abgemahnt und zum Unterlassen aufgefordert. Diese Abmahnung blieb wie so viele andere Schreiben reaktionslos. Aus diesem Grunde habe ich nach Fristablauf einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung beim Amtsgericht eingereicht. Heute, am 01.03.2016 fand um 11:00 Uhr die mündliche Verhandlung in der Sache statt. Kaum anders zu erwarten, schickte VeriPay lediglich einen Unterbevollmächtigten für die Wahrnehmung des Termins, von der Geschäftsführerin Tanja Völl oder einem Marcel Fischer war nichts zu sehen.

Ergebnis der Verhandlung war, dass VeriPay nunmehr verpflichtet ist, die mich meiner Ansicht nach diskreditierende Bewertung samt Kommentar von der Plattform "www.verbrauchersschutz.de" zu entfernen und damit die Veröffentlichung zu unterlassen. Während meine Person die mündliche Verhandlung wahrnahm, erschienen währenddessen unmittelbar weitere negative Bewertungen meiner Domain von einem mir unbekannten Nutzer. Das Vorgehen ist jedenfalls alles andere als glaubwürdig. Jeder kann sich wieder einmal seinen Teil denken.

6. Aktualisierung vom 16.05.2016

Ich berichtete bereits zu der zweiten Klage gegen VeriPay, die ich namens meiner Mandantschaft eingereicht habe. In diesem Fall war es so, dass nicht nur unberechtigte Forderung seitens VeriPay geltend gemacht wurden. Meine Mandantschaft hat die Forderung aus Angst vor weiteren Inkasso- und gerichtlichen Maßnahmen bezahlt. Sodann habe wir eine Klage auf Rückzahlung eingereicht. Kürzlich fand, ca. zwei Jahre nach Einreichung der Klage, der Termin zur mündlichen Verhandlung statt. 

Wiederum sind die unmittelbaren Verantwortlichen von VeriPay nicht erschienen. Der Termin dauerte nicht sehr lange, die Richterin ließ direkt durchblicken, dass sie der Klage vollumfänglich stattgeben wird. Folglich wird die beklagte Partei auch die Kosten tragen müssen. Abzuwarten bleibt dennoch zunächst das Urteil, das im Juni verkündet werden soll. Sehr gespannt bin ich auf die tatsächliche und rechtliche Begründung des Urteils, die unmittelbar auf das Geschäftsmodell von VeriPay eingehen müssen wird. Bislang hat es VeriPay nicht zu einer rechtlichen Begründung kommen lassen. Es wurde lediglich ein Versäumnisurteil in einem anderen Verfahren erlassen. Nunmehr könnte jedoch schwarz auf weiß in der Begründung stehen, dass VeriPay kein Anspruch auf die Insertionsgebühren zusteht. Ich werde selbstverständlich an dieser Stelle darüber berichten. In diesem Zuge wird zu überlegen sein, ob und in welcher Form das Urteil veröffentlicht wird. 

7. Aktualisierung vom 20.06.2016

Wie bereits oben zugesagt berichte ich hier über das mir nunmehr zugestellte Urteil in einer Sache gegen VeriPay, in der namens und in Vollmacht meiner Mandantschaft die Rückzahlung der Insertionsgebühr an VeriPay sowie die außergerichtlichen Kosten der Rechtsverfolgung gegen VeriPay eingeklagt worden sind. Erstmalig existiert ein Urteil, das eine Urteilsbegründung enthält, die im Ergebnis auf das Geschäftsmodell von VeriPay eingeht und erläutert, weshalb zum damaligen Zeitpunkt ein wirksamer Vertrag zwischen dem Kunden und VeriPay über den Kredit bzw. das Darlehen nicht zustande gekommen ist. Das Gericht hat meiner Mandantschaft einen Anspruch auf Rückzahlung zuerkannt. Das Gericht ist der Ansicht, VeriPay ist ungerechtfertigt bereichert. Ein rechtlicher Grund für das Behaltendürfen der Insertionsgebühr besteht nicht. Zwischen den Parteien ist kein Vertrag zustande gekommen, da VeriPay die Bestellauktion nicht so gestaltet hatte, dass der Verbraucher mit seiner Bestellung ausdrücklich bestätigen musste, dass er sich zu einer Zahlung verpflichtet. Zum damaligen Zeitpunkt, als meine Mandantschaft eine "unverbindliche" Kreditanfrage tätigte, war das der Fall. Daher kam der Vertrag nicht wirksam zustande. Mein Mandant hat insoweit auch nicht gewusst, dass er wegen fehlender Berechtigung der Forderung nicht zur Leistung verpflichtet ist, sodass der Rückzahlungsanspruch nicht ausgeschlossen ist. Dennoch ist zu sagen, dass jeder Rechtsfall gegen VeriPay und das eingeschaltete Inkasso im konkreten Einzelfall zu prüfen ist. Das positive Urteil hier kann nicht stets und bedingungslos verallgemeinert werden. In der Folge hat meine Mandantschaft auch einen Anspruch auf Erstattung der vorgerichtlichen Anwaltskosten gegen VeriPay. VeriPay war jedenfalls auf ganzer Linie im Rechtsstreit unterlegen.

Sollten Sie, ob als Verbraucher oder als Unternehmer, Probleme im Zusammenhang mit diesem Unternehmen Namens VeriPay oder der Kreditvermittlungsplattform Creditex haben, kontaktieren Sie mich gerne. Ich stehe Ihnen bei Rechtsstreitigkeiten rund um dieses Unternehmen jederzeit zur Verfügung. Hierzu können Sie bequem mein Kontaktformular nutzen, das sich oben unter dem gleichnamigen Link befindet.

Eine außergerichtliche Beauftragung und Vertretung sowohl für die Forderungsabwehr als auch für eine Rückforderung bereits gezahlter Gebühren kostet pauschal 100,00 Euro zuzüglich Umsatzsteuer, also 119,00 Euro. Sie haben also volle Kostensicherheit. Diesen Betrag können Sie per Überweisung, aber auch gerne bequem per Paypal zahlen, dann erhalten Sie unmittelbar Unterstützung.

       

Online Beratung - yourXpert

Cookie-Regelung

Diese Website verwendet Cookies, zum Speichern von Informationen auf Ihrem Computer.

Stimmen Sie dem zu?